
Die Duisburger Künstlerin Claudia Thümler war bei der Transformativen Ausstellung – Zustand I (2020) mit ihrer Arbeit „Ene Mene Meck“ vertreten: Fünf Farbkopien von collagierten Zeichnungen wurden mittels Klebeband im Stadtraum installiert. Damit diffundierte die Ausstellung auch in die unmittelbare Umgebung von SCHWANENMARKT 1. Im Ausstellungsraum lag eine ergänzende Lageplan-Zeichnung zum Mitnehmen aus, so dass die Besucher die einzelnen Stationen auch gezielt aufsuchen konnten. Die Orte waren so gewählt, dass die Zeichnungen sowie die deutlichen Klebebandmarkierungen mit den vorhandenen Graphemen des öffentlichen Raums in Verbindung traten. Zeichnung + Kontext erzeugten somit auf einer Ebene höherer Komplexität ein gemeinsames Spannungsfeld.





Verschiedentlich wurden die Zeichnungen auch von unbekannter Hand entfernt und mussten dann nachgeklebt werden. Eine junge Frau wurde von einem der beiden Kuratoren zufällig dabei gesehen, wie sie eine solche Zeichnung abmachte. Sie verblüffte mit der Erklärung: „Ich finde die Zeichnung toll. Und ich dachte, dass in einer Stadt wie Bochum niemand in der Lage ist, sie wertzuschätzen. Deshalb will ich sie mit nach Konstanz nehme. Da komme ich her. Dort will ich sie aufhängen.“ Auf die Weise erfuhr die Transformative Ausstellung sogar eine Erweiterung bis nach Konstanz.





